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eine Auflistung der bekannten Tierärzte findet Ihr unter www.frettchenvermittlung.de


I m p f e n ,    K a s t r i e r e n   u n d   c h i p e n   e t c . 


Impfen: 

Wir Frettchen müssen geimpft werden so wie auch Hunde und Katzen. Leider haben wir mit Schrecken vor ein paar Jahren feststellen müssen, das die Hundeimpfung nicht mehr außreichend ist, da bekannte Frettchen trotz Impfung krank geworden sind. Deshalb habe ich unten kurz beschrieben, was für Impfstoffe notwendig sind und wie sie angewendet werden müssen. Es gibt immer wieder Zweibeiner, die behaupten, wenn wir Frettchen in der Wohnung leben brauchen wir nicht geimpft zu werden. Wer so was sagt ist dumm!!! Viele dieser Krankheiten kann ein Zweibeiner mit ins Haus bringen. Mal ehrlich, glaub ihr das sich die Zweibeiner vorher waschen, bevor sie in die Wohnung gehen? Wer es mir nicht glaubt, kann gerne mal einen Tierarzt fragen, wie z. B. Staupe übertragen wird. Ganz davon abgesehen wäre ich furchtbar traurig, wenn ich auf die gemeinsamen Ausflüge mit unseren Zweibeinern verzichten müsste, nur weil ich nicht geimpft bin. Auch in den Urlaub dürfte ich nicht mit, das wäre ja scheußlich.  Bild von Fretts im Freien  Bei der ersten Impfung muss man Grundimmunisiert werden, d. h. es wird auf zwei Mal geimpft, damit mein Körper fleißig Antikörper bilden kann.  

So wird seit 2007 nun richtig geimpft:











Febrivac Dist & Tollwuth zur Grundimmunisierung ein Mal und
nach 4 bis 6 Wochen ein zweites Mal.














Später wird dann ein Mal jährlich zur Auffrischung geimpft.

Für interessierte Zweibeiner hier noch der Link vom Hersteller:

   



http://www.idt-biologika.de

Für unsere Zweibeiner in Augsburg und Umgebung können wir einen Impfservice anbieten:

Sie machen einen Termin bei uns, bringen uns die Frettchen am Vortag abends und holen diese dann nach einer Übernachtung wieder ab. Das hat den Vorteil dass die Frettchen nicht auf die Menschen sauer sind und das wir einen guten Preis bekommen :-) Ihr könnt natürlich auch mit dabeibleiben, da unsere Tierärztin das direkt bei uns zu Hause macht.

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Kastration: 

Auch ein Thema, wo sich die Zweibeiner oft nicht einig werden. Es gibt aber viele Gründe, warum zum Beispiel ich und auch meine Freunde kastriert sind.   

Kastration Fähe





Hier seht Ihr eine Fähe nach der Kastration, größer sollte der Schnitt nicht sein, sonst könnt Ihr davon ausgehen, das der Tierarzt nicht genau wusste, wo die Eierstöcke bei einem Frettchen sind... 

Wenn ich nicht kastriert worden wäre, müsste ich jedes Jahr Kinder bekommen (ich habe 11 Geschwister) und das ist doch auf die Dauer ganz schön anstrengend.

Ranzige FäheWenn ich nicht gedeckt werde komme ich in die Dauerranz, d. h. ich bin ständig läufig und das ist nicht nur stressig, (damals habe ich nur noch die Hälfte gewogen) sondern auch noch gefährlich. Wenn diese Dauerranz zu lange dauert werden Frettchenfähen durch die Hormonausschüttung (Östrogen) krank und sterben. Ich bin wie gesagt damals auch dauerranzig gewesen und konnte nur durch eine Operation noch überleben. Am besten ist deshalb eine Frettchenfähe gleich nach der ersten Ranz kastrieren zu lassen. Manche meiner Freundinnen sind leider wie auch ich schon bei der ersten Ranz in die Dauerranz gefallen und mussten während der Dauerranz operiert werden. Die normale Ranz dauert ca. 6 Wochen, wenn es länger dauert, unser Gewicht immer mehr fällt und wir fast nur noch schlafen dann schnell zum Tierarzt. Der Tierarzt wird dann von Fall zu Fall entscheiden, ob er gleich kastriert oder ob er eine Spritze gibt um einen Eisprung auszulösen. Diese Spritze ist nicht ganz harmlos und wirkt nicht bei allen Frettchen, deshalb werden die meisten Tierärzte lieber gleich kastrieren, bevor eine Fähe so dünn und schwach ist das eine Narkose den Tod bedeuten kann. Weil mich immer wieder Leute fragen möchte ich dazu noch sagen, dass ich weder furchtbar dick geworden bin, noch das ich mich irgendwie verändert hätte nach der Kastration. Ach ja und für diejenigen die sich denken...“weibliche Tiere werden aber doch Sterilisiert“ ... Frettchenfähen werden auch Kastriert, das heißt es werden Eierstöcke und Gebärmutter mit herausgenommen. Bei einer Sterilisation kommt es vor, das die Ranz trotzdem noch kommt und die Gefahr ist größer das man sich eine Entzündung einfängt.  











Ganz am Anfang der Ranz








Wenn die Ranz abgeklungen ist, wobei wir das bisher selten erlebt haben, meist musste das Abklingen mit Medikamenten eingeleitet werden.

***Bild vom Rüden***   

Nun zu den Jungs, den Rüden:


Bei denen ist es nicht zwingend sie kastrieren zu lassen, dennoch gibt es auch hier Gründe die für eine Kastration stehen:Wenn ein Zweibeiner mehrere Jungs zusammen hat und diese nicht kastriert sind, fangen die wenn sie geschlechtsreif werden an zu kämpfen und manchmal streiten die so arg, das es blutet. Bei nur einem Rüden und einer oder mehreren Fähen ist das Problem, das der immer decken will und das ist echt kein Spaß. Ich erlebe das ja oft, da bei uns immer Frettchen wohnen, die ausgesetzt oder abgegeben werden, weil sie keiner mehr will. So einen Rüden kann ich Grade mal zwei Tage ertragen, danach bin ich total verbissen im Genick und traue mich gar nicht mehr herumzulaufen. Kaum sind die kastriert kann man mit denen wieder ganz normal spielen und kuscheln... komisch. Ein schöner Nebeneffekt an so einer Kastration bei einem Rüden ist, ist das die dann auch nicht mehr markierten und auch nicht mehr so arg riechen. Die Kastration hat aber nix mit der Stinkdrüse zu tun o. k. die darf der Arzt nicht rausmachen, das ist verboten und die brauche wir um uns zu wehren. Wie es abläuft: Man muß hungrig (nüchtern) in der Früh zum Arzt, bekommt eine Narkose und wenn man wieder aufwacht hat man keine Haare mehr am Bauch und fühlt sich etwas Müde. Ich hab damals den ganzen Tag durchgeschlafen. Am nächsten Tag wollte ich schon wieder springen und herumtollen, Frauchen hat mich aber zurückgehalten so da ich die ersten Tage nicht klettern durfte. Im meinem Katzenklo war kein Streu mehr das war auch komisch. Das tollste war, das ich zu der Zeit besonders viel Vitaminpaste schlecken durfte und Katzenaufzuchtsmilch trinken durfte. Zwei Wochen danach hat der Tierarzt die Fäden rausgezupft und 4 Wochen später hatte ich auch schon wieder Fell und man hat gar nichts mehr gesehen. Bei den Rüden geht das alles noch schneller als bei den Fähen, meine zwei Kumpels waren schon am gleichen Tag wieder unterwegs und man hat gar nichts gemerkt. Die waren auch nur ganz wenig Rasiert und Fäden hatten die auch keine im Bauch... na ja... so ist das halt.   

Für unsere Zweibeiner in Augsburg und Umgebung können wir einen Impfservice anbieten:

Sie machen einen Termin bei uns, bringen uns die Frettchen am Vortag abends und holen diese dann nach einer Übernachtung wieder ab. Das hat den Vorteil dass die Frettchen nicht auf die Menschen sauer sind und das wir einen guten Preis bekommen :-) Wir bleiben bei der OP direkt vor Ort und halten euch auf dem Laufenden und haben danach ein waches Auge auf Ihre Lieblinge.

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Chipen: 

Wenn ich da zurückdenke, was mein Frauchen alles probiert hat um mich zu kennzeichnen. Das Halsband habe ich natürlich runtergetan. Das Geschirr kann ich nicht den ganzen Tag anhaben, weil das dann mein Fell aufreibt. Wenn ich also abgehauen wäre hätte man mich nicht wieder gefunden... 

***Bild vom Tattoo*** 

Mein Kumpel Sam ist Tätowiert, das Tattoo hat er bekommen als er eh schon in der Narkose war beim Kastrieren. Ist keine schlechte Idee an sich, aber was ist wenn der wirklich mal abhaut und den jemand halb verhungert und ängstlich findet? Ein Fremder Zweibeiner würde das bei dem nicht schaffen, die Nummer zu lesen, die er tätowiert hat, denn da würde er wild um sich beissen. Eine Tätowierung ist bei uns Frettchen nämlich nur in den Schenkelinnenseiten möglich, weil wir zu kleine Ohren haben.  

***Bild vom Chip nummer etc***  

Die beste Lösung für das Problem war hier der Chip, genannt auch Transponder. Der wird einfach mit einer Spritze in die linke Seite des Nackenspecks gesteckt und bleibt dort drinn. Das merkt man überhaupt nicht und das Ding kann in Tierheimen und bei Tierärzten abgelesen werden ohne das man das Tier anfassen muß. Diese lange Nummer die auf dem Transponder drauf ist ist einmalig und durch die kann man gleich herausfinden wo ich Zuhause bin. Damit das klappt bin ich bei Tasso Haustierzentralregister registriert, die haben die Nummer und sind rund um die Uhr erreichbar. Den Chip kann man ohne Narkose setzen, das ist nicht schlimmer als Impfen.   

Wichtig: Ihr Zweibeiner dürft und beim chipen nicht in der Trageschlaffe
             halten, sonst ist es für den Tierarzt noch schwerer den Chip schnell
             und prezise zu setzen, als es sowieso schon durch unsere dicke Haut
             ist. Frauchen hält uns Frettchen immer mit einer Hand am Kopf (hinter
             den Ohren) auf den Tisch und mit der anderen Hand fixiert sie den 
             Frettchenkörper, unser Doc macht eine Falte aus dem Nackenspeck
             und drückt dort mit der Spritze den Chip hinein.

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Entwurmen:

Entwurmt werden wir nur im Bedarfsfall, wenn sich bei einer Kotprobe ergeben hat, das einer von uns Würmer hat. Die Wurmkuren gibt es als Tabletten und als Paste, verschiedene Wirkstoffe je nach Wurmart. Die Tabletten lassen sich am besten fressen, wenn sie zermahlen in Vitaminpaste sind. Bei den Pasten hat Frauchen einen ganz gemeinen Trick... sie gibt mir zuerst Vitaminpaste und wenn ich gerade intensiv schlecke, schiebt sie mir diese blöde Wurmkur dazwischen...

Jetzt NEU:

Wurmkuhren gibt es jetzt auch als Spot-On, das kann man einfach in den Nacken treufeln, ist gerade bei schwierigen und heiklen Tieren empfehlenswert. Die ganzen Produkte können wir euch über unsere Apotheke besorgen und liefern diese dann bei einer Bestellung in unserem Shop einfach mit.

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K r a n k h e i t e n

Durchfall:

Gerade Durchfall kann für uns Frettchen verherende Folgen haben, wenn die Zweibeiner eine Krankheit nicht rechtzeitig erkennen und meinen es ist ja nur Durchfall...

Sollte bei einem Frettchen der Durchfall länger als 2 - 3 Tage anhalten sollte auf jeden Fall eine Kotuntersuchung durch einen Tierarzt erfolgen. Vor allem sollte der Kot dünn und zusätzlich noch grün/gelb schleimig oder blutig sein könnte es sich um Bakterien/Viren handeln.

Frettchen magern innerhalb weniger Tage schrecklich ab und drohen auszudrocknen. Hier hilft nur rechtzeitig erkennen und behandeln!

Uns sind in der Zeit seit Frauchen Frettchen vermittelt schon folgende Erreger untergekommen:
Kokzidiose, Coli-Bakterien, Proteus und natürlich auch Würmer. All dies kann man durch eine Kotprobe feststellen. Es nützt nämlich gar nichts zu entwurmen, wenn ein Frettchen Kokzidien im Übermaß hat.

Ich habe einige Beschreibungen zur Kokzidiose mal rausgesucht und möchte euch diese nicht vorenthalten:

Die Kokzidiose ist weltweit verbreitet. Der Erreger parasitiert in einer Vielzahl von Tierarten wie beispielsweise Säugetieren (Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten etc.), Vögeln und Reptilien. Die Erreger sind jedoch recht artspezifisch, so daß beispielsweise von einer Kokzidiose des Kaninchens keine Gefahr für den Menschen ausgeht ! (Es gibt jedoch auch spezialisierte Kokzidien, die den Menschen befallen !). Da diese Parasiten in großer Vielzahl vorkommen und sehr unterschiedliche Lebenszyklen aufweisen, soll nur das allerwichtigste an dieser Stelle beschrieben werden. Leichte Infektionen verlaufen symptomlos. Nach massiver Ansteckung erkranken vor allem Jungtiere. Bei den Fleischfressern (Hund und Katze) wird überwiegend der Darm ( sowohl Dünndarm als auch Dickdarm) parasitiert. Der Kot wird dünnbreiig oder wässrig, selten blutig. Fieber und Appetitlosigkeit mit Abmagerung des Tieses und Todesfolge sind möglich. Die Erstinfektion hinterlässt im allgemeinen eine gute Immunität, die sogar die Ausscheidung der Eier (Oozysten) verhindern kann. Bei Tieren, für die die Kokzidie nicht spezifisch ist, werden Dormozoiten gebildet, eine Art Schlafkapsel der Kokzidie, die in einem "Dornröschenschlaf" liegt, bis das Fleisch des Wirtstieres vom einem passenden Wirt gefressen wird. Bei einigen Tieren wie z.B. Kaninchen werden die Gallengänge befallen, oder der Parasit macht zusätzlich zur Darminfektion einen Zyklus durch die Leber. Allein für das Kaninchen sind 25 Kokzidienarten beschrieben worden. Durch die Vielzahl der Erreger gibt es auch eine fast unerschöpfliche Kette von Infektionsmechanismen.   Wir hoffen, daß sie sich jetzt etwas unter der Kokzidiose vorstellen können, wenn Ihr Tierarzt diese Diagnose bei ihrem Tier stellt !    

Kokzidiose
Vorkommen:
Diese Parasitose wird bei allen Musteliden angetroffen. Von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung kann sie in der Farmhaltung werden.

Ätiologie:
Befall des Epithels (Darmschleimhaut) von Vertebraten (Wirbeltiere) mit Kokzidien: Isospora vulpis, I.bigemina v.putorii, Eimeria putoris, E.vison, E.mustelae, beim Frettchen speziell I.iaidlawi, E.ictidea, E.furonis. Es gibt verschiedene Infektionsmöglichkeiten, z.B. Haltung unter mangelhaften Hygienebedingungen, über Futtertiere usw. Die Kokzidiose ist eine Faktorenkrankheit!

Symptome:
Oft unauffällig; bei hochgradigem Befall und starker Parasitenvermehrung im Darmtrakt besonders bei Jungtieren wässriger bis blutiger Durchfall, Anämie und Apathie. Gelegentlich wird ein aufgeblähtes Abdomen gesehen.

Diagnose:
Nachweis der Oozysten im Kot.

Therapie:
Amprolium 50 mg/kg KGW; Sulfadimethoxin 50 mg/kg KGW. Beide Präparate per oral über jeweils etwa 1 Woche; Sulfaquinoxalin 50 mg/kg KGW ins Trinkwasser über 30 Tage. Amprolium kann zusammen mit Fischfütterung die Aktivität von Thiaminase verstärken. Bei Verdacht auf akute Vergiftung durch Amprolium Magenspülung und parenteral Vitamin B1 verabreichen. Wenn eine Behandlung der Kokzidiose weiterhin notwendig erscheint, dann die Dosis auf 10 mg/kg KGW (3Tage lang) reduzieren. Beseitigung der Belastungsfaktoren, Verbesserung der Hygiene, artgerechte Haltung, Behandlung eventueller anderer Krankheiten.

Kokzidiose
Kokzidiose tritt gar nicht so selten auf. Sie wird verursacht durch einzellige Lebewesen, die Kokzidien, die die Tiere mit dem Futter aufnehmen können. Sie kommen auch auf bestem Futter vor, gegen eine Infektion sind Ihre Tiere also nie ganz gefeit.

Anzeichen (Symptome) Fressunlust Durchfall glanzloses Fell

Ursachen
Kokzidien im Futter, die sich nach einmaligem Einschleppen auch überall sonst in der Umgebung befinden können (Käfig, Zubehör)

Behandlung (Therapie)
nach Diagnose durch Kotuntersuchung Sulfonamide, die über mehrere Tage verabreicht werden peinliche Sauberkeit der Käfige, Zubehör usw.

Vorbeugung (Prophylaxe)

Weil die Kokzidien selbst in bestem Futter einmal auftreten können, ist eine echte Prophylaxe kaum möglich. Wichtig ist gute Ernährung, damit die Immunkräfte der Tiere gut sind. Bei Verdacht ist eine Kotuntersuchung sinnvoll, die übrigens auch nach einer erfolgten Behandlung wiederholt werden sollte.

Kokzidiose 
  
Das Wichtigste in Kürze

Erreger sind verschiedene Eimeria-Arten, hierzuland v.a. E. bovis und E. zuernii. Kokzidien sind wirtsspezifisch. Selbstlimitierende Infektion, klinische Erscheinungen erst spät im Entwicklungszyklus der Parasiten. Die vom Wirt ausgebildete Immunität ist weitgehend speziesspezifisch. Klinisch inapparente Erkrankung häufig. Bei klinischer Erkrankung Durchfall, Fäzes schwärzlich oder mit frischem Blut, starker Tenesmus bis zum Rektumprolaps, Anämie, Rückgang der Freßlust, Dehydratation, vereinzelt zentralnervöse Symptome. Verdachtsdiagnose klinisch, Sicherung durch Kotuntersuchung mehrerer Tiere. Therapie symptomatisch, Hygiene. Zur Prophylaxe eventuell Kokzidiostatika.

Prüfungsstoff 
  
Erreger Diagnose Epidemiologie Differentialdiagnosen Klinische Erscheinungen Therapie   Prophylaxe

Erreger:

Verschiedene Eimeria-Arten. Größte Bedeutung haben hierzulande E. zuernii und E. bovis
 
Epidemiologie:
Kokzidiose kommt weltweit bei allen Haustierarten und beim Menschen vor. Sie hat vor allem dort wirtschaftliche Bedeutung, wo viele junge Tiere auf engem Raum zusammen gehalten werden. Dort kann sich die Infektion innerhalb kurzer Zeit "hochschaukeln". Kokzidien sind im allgemeinen wirtsspezifisch. Bei den einzelnen Tierarten kommen jedoch jeweils mehrere Kokzidien-Arten vor. Die Immunität ist weitgehend speziesspezifisch.

Die klinisch manifeste Erkrankung stellt nur einen geringen Teil des Infektionsgeschehens dar. Subklinische Infektionen sind die Regel, aber nicht gleichzusetzen mit wirtschaftlicher Bedeutungslosigkeit.

In einer holländischen Studie in 38 Milchviehbetrieben wurden 12 verschiedene Eimeria-Arten gefunden. Es zeigte sich eine gewisse zeitliche Dynamik in der Ausscheidung von Oocysten der einzelnen Arten. Die Prävalenz von Oocysten-Ausscheidung war bei den Kälbern mit 46 % am höchsten und mit 16 % bei den Kühen am niedrigsten. Analog waren die Unterschiede in der Intensität der Ausscheidung. Klinische Kokzidiose wurde nicht beobachtet (!).

Kokzidien-Oozysten von E. alabamensis können im Heu mindestens 8 Monate infektionstüchtig bleiben (siehe Literatur). 
 
Klinische Erscheinungen:
Durchfall, wobei die Faeces schwärzlich oder durch frische Blutbeimengungen rot sein können ("Rote Ruhr"), starker Tenesmus, der bis zum Rektumvorfall gehen kann; Anämie, Rückgang der Freßlust, Dehydratation. Vereinzelt wurden auch Symptome von Seiten des ZNS beschrieben: Muskeltremor, Hyperästhesie, tonisch-klonische Krämpfe und Nystagmus. Diese Form ist mit besonders hoher Letalität (bis 90 %) verbunden. Es ist jedoch nicht eindeutig geklärt, ob diese Symptome tatsächlich durch Kokzidien verursacht werden. 
 
Diagnose:
Klinischer Verdacht; Kotuntersuchung von mehreren Tieren; ggf. Sektion. 
 
Differentialdiagnosen:
Winterdysenterie, Mucosal Disease, Salmonellose 
 
Therapie:
Folgende Punkte sind zu bedenken: Kokzidiostatika (mit Ausnahme von Toltrazuril) wirken auf die frühen Entwicklungsstadien, klinische Erscheinungen treten aber erst spät im Entwicklungszyklus der Kokzidien auf, jedoch möglicherweise noch vor Ablauf der Präpatentperiode. Die klinische Phase ist üblicherweise kurz, und Spontanheilungen sind die Regel. Daher erscheint fast jede Maßnahme wirksam. Glukokortikoide erhöhen jedoch die Letalität. Die Infektion ist selbstlimitierend, d.h., nach Ablauf eines Entwicklungszyklus bleiben keine Kokzidien im Wirtsorganismus zurück. (Die absolute Gültigkeit dieser Regel wird neuerdings angezweifelt. Es können außerdem laufend neue Oozysten aufgenommen werden und in einem Tier können asynchron Infektionen mit verschiedenen Kokzidien-Arten ablaufen.) Bei schwer erkrankten Tieren ist die symptomatische Behandlung (Flüssigkeit, notfalls Blutübertragung, Eisen) wichtiger als die kokzidiostatische Therapie. Das Auftreten von klinisch manifester Kokzidiose wird häufig zum Anlaß genommen werden, auch die übrigen Gruppenmitglieder zu behandeln (Sulfadimidin = Sulfamethazin  140 mg/kg oral täglich über 3 Tage; Amprolium 10 mg/kg oral täglich über 5 Tage oder 65 mg/kg oral als einmalige Dosis). Der Nachweis der Wirtschaftlichkeit gelingt jedoch nicht immer. Die hygienischen Verhältnisse sollten verbessert werden (fäkale Kontamination von Futter, Trinkwasser und Haarkleid der Tiere nach Möglichkeit vermeiden, Luftfeuchtigkeit nach Möglichkeit senken).

Prophylaxe:
Unter Haltungsbedingungen, in denen regelmäßig Kokzidiose auftritt, kann prophylaktische Behandlung betrieben werden. Ziel ist die Verhinderung von klinisch manifester Erkrankung und erheblicher Leistungseinbuße. Die Immunitätswicklung soll jedoch nicht unterdrückt werden.

Decoquinat 0,5 mg/kg LM über 21 Tage,
Amprolium 5 mg/kg LM über 21 Tage,
Halofuginon (HALOCUR) 0,1 mg/kg LM über 7 Tage,
Monensin (RUMENSIN) 1 mg/kg LM über 10 Tage,
Toltrazuril (BAYCOX) 20 mg/kg oral oder parenteral (nicht für Rinder zugelassen, Umwidmung problematisch). 
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Über Coli-Bakterien und Proteus können wir folgendes sagen:  

Leider sind die Anzeichen hier genauso wie bei den Kokzidien, deshalb kann hier nur die Kotuntersuchung durch den Tierarzt Gewissheit bringen.

Es ist durchaus möglich das die Tiere Kokzidien und Coli-Bakterien gleichzeitig haben. In den uns bekannten Fällen wurde erfolgreich gegen Kokzidien behandelt und durch das Antibiotikum auch die Coli-Bakterien in Schach gehalten... leider brachen diese nach kurzer Zeit aus, da hier nur ein Reserveantibiotikum das vorher durch Labortests herausgefunden wurde half. Bezüglich der Proteus wurde eine Vakzine gemacht.

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