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"Hobbies"

Wenn ich und meine Freunde im Wohnzimmer spielen, kann schon manches zu Bruch gehen. Deshalb ist es besser, wenn Frauchen vorher alles wegräumt, was man runterwerfen kann (obwohl das Spaß macht). Über unseren Blumentöpfen hat mein Herrchen jetzt Gitter gespannt, das war nicht gerade nett, jetzt kann man nämlich die Erde nicht mehr herausgraben. Jedes mal wenn ich es probiere, ärgere ich mich; dann beiße ich einfach ein paar Blätter ab, um mich abzureagieren. 

Blumentopf

 


Geschlossene Türen interessieren mich besonders, da versuche ich immer den Teppich wegzumachen, um unter der Tür durchzukommen. Leider haben wir in unserer neuen Wohnung jetzt überall PVC.

Das Sofa benutze ich ab und zu, um mir die Krallen zu schärfen, ich benutze dann fast immer die Rückseite, da sieht das eh' keiner. Wenn Herrchen oder Frauchen das Zimmer verlassen, bin ich immer dabei, man muss ja schließlich aufpassen, was die wieder anstellen! Da kommt es dann manchmal vor, dass ich mich gerade noch zur Seite werfen kann, bevor so ein blöder Fuß auf mich tritt. Besonders interessant ist auch die Waschmaschine; wenn die offen ist, setze ich mich gleich rein obwohl ich weiß, daß das gefährlich ist. Ich wurde nämlich als Baby schon mal versehentlich da eingeschlossen. Aber ich denke mir einfach, die Zweibeiner werden jetzt schon besser aufpassen. In der Spülmaschine sind immer Futterdosen, deshalb muss ich die auch immer wenn die jemand aufmacht durchsuchen. Die Haustüre ist auch toll, wenn man da hinaushüpft kann man viele Treppen rauf und runterlaufen (manchmal sieht man auch zweibeinige Nachbarn). Frauchen sagt immer: "da darf man nicht raus, denn da ist die Straße und viele Autos!" Vielleicht hat sie ja recht, aber ich habe gar keine Angst vor Autos und versuche immer wieder mal zwischen den Beinen durchzuschlüpfen, wenn die Türe offen ist. Hey Frauchen, ich bin gestresster als du!

Schlafen tuh' ich überaus gerne, am liebsten auf meinem Kratzbaum in der Hängematte. Wenn einmal die Schlafzimmertür offensteht, lege ich mich schnell ins Bett, damit mich keiner bemerkt. Dort bin ich dann auch sehr brav und mache nichts kaputt. Meine Vorgängerin hat immer die Bettwäsche zerrupft und die Knöpfe entfernt, jede von uns hat halt so seine Vorlieben. Ich stehe total auf Plastiktüten, da kann man reinschlüpfen und das knistert so toll, wenn man sich wälzt, Frauchen schimpft dann immer mit mir: "Da erstickst du mir noch irgendwann!" und dann nimmt sie mir mein tolles Spielzeug einfach weg. Gerne klettere ich auf unser Meerwasseraquarium, da es oben offen ist, kann man da reinfassen und allerhand herausholen. Zweimal bin ich schon ausgerutscht und reingefallen, danach musste ich duschen, weil ich ganz salzig war. Nicht so lustig fand mein Herrchen das, als ich versucht habe die große Lederkoralle herauszuholen und diese dabei ein bisschen angekratzt habe.

Mülleimer sind auch eine ganz gute Beschäftigung: was sich da alles so findet.... Ich bin der Meinung, man kann das alles noch gebrauchen und hole es einfach wieder heraus. Auf ein neues Spiel bin ich neulich auch gekommen: Herrchen hat noch einen zweiten Computer, der offen steht und nicht angeschlossen ist, ich setzte mich dann einfach rein und gucke da heraus, wo sonst die CD-Rom-Laufwerke drin stecken, das ist lustig.

 

Frettchen beim putzen

 

Zwei bis dreimal in der Woche mache ich mit Frauchen das Putzlappenfangspiel. Frauchen macht dann einen Eimer voll mit Wasser und diesem ekligen Essig-Zeugs. Dann gehts los, Michaela gibt den Putzlappen und einen Schwamm rein, zuerst schnappe ich mir immer den Schwamm, denn trage ich durch die ganze Wohnung und verstecke ihn hinter dem Sofa, leider lässt sich an der Wasserspur leicht nachvollziehen, wo ich ihn versteckt habe. Als nächstes widme ich mich dem Lappen, der muss schließlich ja auch aus dem Eimer, wenn man damit putzen will. Wenn der Lappen dann auf dem Besen ist, zerre ich so lange daran, bis ich ihn habe, ich will meinem Frauchen eben beim putzen helfen. Ich sammle auch leidenschaftlich gerne alles was ich so brauchen kann: Socken, Müll, T-Shirts, Essensreste, Handys...

Unsere Pflanzen bekommen kalkfreies Wasser, das bedeutet, es steht immer eine Gießkanne auf dem Fensterbrett. Erstens kann man da ab und zu trinken, aus der Gießkanne schmeckt es wesentlich besser als aus meinem Napf und zweitens ergibt sich ein nettes Geräusch, wenn man diese runterwirft. Neulich habe ich sie runtergeworfen, leider steht darunter Peggys Korb und Peggy hat gerade darin gelegen, sie fand das nicht so lustig, aber irgendwie sah das schon komisch aus, als sie ganz verdutzt und triefend nass im Gesicht hochschaute. Wenn ich Lust habe mit meinen Zweibeinern zu spielen, fordere ich sie durch Zwicken in die Füße dazu auf. Manchmal muss ich auch fester zubeißen, damit endlich jemand mit mir spielt. Ich habe meinen Zweibeinern jetzt auch was neues beigebracht: sie wissen jetzt, wenn ich mich an den Fuß hänge und beiße und ganz wild zerre, will ich was zum Essen. So bekomme ich mein Essen immer dann, wann ich will und nicht, wenn es denen gerade passt.

 

Frett in freier Natur

 

Ich freue mich am Wochenende, wenn Frauchen und Herrchen frei haben... denn dann gehen wir raus ins Freie. Da kann man ganz tolle Sachen entdecken und viele interessante Gerüche wahrnehmen. Am schönsten ist es auf einer Wiese oder im Wald rumzuhüpfen und mit meinen Freunden zu spielen. Mein Freund Sam hat eine große Leidenschaft für Gullideckel (Abflüsse) da kann sich der stundenlang beschäftigen indem er ringsherum in jedes Loch schnuppert. Meine Freundin Carla geht nicht gerne mit raus, wenn die mitgeht, muss mein Frauchen sie immer tragen oder auf der Wiese unser Frettchenzelt aufbauen, damit sie sich wohlfühlt. Im allgemeinen wird behauptet, das Jungs (Rüden) lieber spazierengehen als Mädels (Fähen) ich bin da eine Ausnahme J

 

 

Bild der Rohre

 

Wir haben inzwischen in der Wohnung viele Meter Trainagerohr verlegt, die sind geriffelt und mit Löchern, also optimal für uns Frettchen zum durchrennen und klettern. Meine neuste Beschäftigung ist ein Ball, in den mein Frauchen Leckerchen reingibt. Denn rollen wir gemeinsam Stundenlang durch die Bude, bis er leer ist, das ist eine riesen Gaudi.

 

Bild vom Ball

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